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PassbildMartin Temmen (Fahrer)

30 Jahre, Diplom-Geograph Wissenschaftlicher Mitarbeiter und Doktorand an der TU Dortmund

Der Radsport und das Radfahren im Allgemeinen sind Bestandteil meines Lebens seitdem ich mit 2 Jahren mein erstes Fahrrad mit Stützrädern von meinen Großeltern zu Weihnachten bekam. Ich hatte immer großen Spaß am Radfahren, lernte früh ohne Stützräder zu fahren. So integrierte ich das Rad im Alter von 14 Jahren in meinen Alltag, indem ich meinen täglichen Schulweg von rund 15km mit dem Rad zurücklegte. Als Jugendlicher verbrachte ich viel Zeit in den Wäldern rund um Hanau, auf meinem ungefederten Mountainbike. Mit 19 unternahm ich meine erste, 3-wöchige Radreise in die umliegenden EU-Staaten. Im Sommer des darauffolgenden Jahres folgte eine mehrmonatige Radtour von Frankfurt nach Gibraltar, im Dezember desselben Jahres eine Radtour mit Zelt und Schlafsack durch die winterlichen Vogesen. Im Sommer 2010 unternahm ich dann meine bislang längste Tour auf dem Reiserad, die mich in einigen Monaten einmal um die Ostsee führte. Zeitgleich entdeckte ich meine Leidenschaft für das MTB wieder und fuhr einige Rennen im Marathon und Cross Country Bereich. 2011 kaufte ich mir, mit dem Ziel an der „Tour Transalp“ teilzunehmen, mein erstes Rennrad. In diesem Jahr nahm ich neben der Tour Transalp noch an einer Nonstop-Fahrt über 450km teil und finishte den Ötztaler Radmarathon in deutlich unter neun Stunden. In den folgenden Jahren nahm ich weiterhin an einigen Jedermannrennen auf Rennrad wie MTB teil und organisierte einige längere Touren, die längste 2013 über 500km von Frankfurt nach Prag. Im selben Jahr begann ich als Rennrad Guide beim Transalp Anbieter ULP zu arbeiten. Seit 2014 nehme ich an Amateurrennen teil. In der vergangenen Saison stand die Teilnahme an Brevet Paris-Brest-Paris im Mittelpunkt. Bei den zur Qualifikation notwendigen Brevets über Distanzen von 200 bis 600km als auch auf der 1230km langen Strecke von Paris–Brest–Paris zeigte sich einerseits mein Talent, vor allem aber die Freude an solche langen Strecken. Der Radsport ist ein zentraler Bestandteil meines Lebens. Allerdings bin ich mir sicher, dass ich das Interesse hieran schnell ohne die vielen Freundschaften, die ich in diesem Bereich über die Jahre geknüpft habe schnell verlieren würde. Radfahren ist für mich ein soziales Ereignis bei dem ich viele gute Freunde gefunden habe, die auch über das Radfahren hinaus von großer Bedeutung für mich sind.

 

 

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Matthias Fischer (Fahrer)

26 Jahre, gelernter Maschinenbautechniker, Radverkäufer bei „VeloZeit“

„Kannst du nicht einfach Fußball spielen?“ fragte mein Vater als ich im Alter von 10 Jahren den Wunsch äußerte Mountainbike Rennen zu fahren. Als ich mit meinem damals besten Freund um den Häuserblock sprintete – wir spielten Ullrich gegen Pantani – entdeckte ich meine Leidenschaft für das Fahrradfahren. Im Alter von 13 Jahren überließ mein Onkel mir dann sein geliebtes Rennrad. Ein silberfarbenes Bianchi mit Campangolo Gran Sport 12 Gang-Schaltung. Zum einrollen fuhren wir um 6 Uhr morgens los, um uns nicht den extremen Ozonwerten, die im Sommer 2003 herrschten, auszusetzen. Als rebellischer Jugendlicher hatte ich den Radsport vorerst aus den Augen verloren und bin auf 4 Rollen mit dem Skateboard unterwegs gewesen. Dennoch blieb das Rad mein Fortbewegungsmittel Nummer Eins. Später fing ich dann wieder an MTB zu fahren und habe an einigen Marathons teilgenommen. Durch die Leidenschaft zum Sport habe ich auch Martin kennengelernt. Eines Tages fragte er mich, ob ich Lust hätte für seinen verhinderten Partner bei der Tour Transalp 2012 einzuspringen. Ich machte mich sofort auf die Suche nach einem gebrauchten Rennrad und sagte zu. Die Gewissheit darüber, der Langsamere von uns beiden zu sein, bereitete mir ein mulmiges Gefühl im Bauch. Glücklicherweise konnten wir uns perfekt aufeinander einstellen und haben neben einem guten Ergebnis auch viel Spaß gehabt. Die mir fehlenden morgendlichen Startaufstellungen, veranlassten mich dazu noch im selben Jahr im Radsportclub Mars Rotweiß Frankfurt 02 e.V. beizutreten, um eine Rennlizenz zu erwerben. In den vergangenen drei Jahren bin ich hauptsächlich Kriterien in der C-Klasse gefahren. Im Sommer diesen Jahres konnte ich dann endlich den Klassenaufstieg in die B-Klasse zu erreichen. Die Ausfahrten und die „Kirmesrennen“ machen Spaß, allerdings ist es an der Zeit für eine neue Herausforderung!